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Die Nachschulung

(»Aufbauseminar« , ASF)


In den achtziger Jahren wurde der Ausdruck »Nachschulungskurs« geprägt, der heute gar nicht mehr gerne verwendet wird, weil er so belehrend klingt. Gemeint ist ein Aufbauseminar, an dem Fahranfänger teilnehmen, die innerhalb der Probezeit mit einem Verkehrsdelikt auffällig geworden sind.

Wer innerhalb der Probezeit bei bestimmten Verkehrsverstößen »ertappt« wird, den fordert die Straßenverkehrsbehörde zur Teilnahme an einem Aufbauseminar auf. Dazu wird eine bestimmte Frist gesetzt. Wer bis dahin dem Amt keine Teilnahmebescheinigung vorlegen kann, muss seinen Führerschein solange abgeben, bis er eine Bescheinigung nachreicht.

Aufbauseminare finden in speziellen Gruppen in Fahrschulen statt. Mit theoretischem Unterricht hat das aber nichts zu tun. Ein Kurs besteht aus vier Kurssitzungen zu je 135 Minuten und einer Fahrprobe, die 30 Minuten pro Person dauert (in einer Gruppe von mehreren Fahrern). Es besteht Anwesenheitspflicht bei allen Kursteilen. Eine Prüfung findet nicht statt.

Aufbauseminare müssen aus mindestens 6 und höchstens 12 Teilnehmern bestehen. Deshalb können diese Kurse erst stattfinden, wenn die Mindest-Teilnehmerzahl erreicht ist. In Einzelfällen kann das dazu führen, dass eine von der Behörde gesetzte Frist versäumt wird, wenn man sich zu spät um einen Teilnehmerplatz gekümmert hat.

Wer vollständig an allen Kurssitzungen und der Fahrprobe teilgenommen hat, erhält zum Abschluss eine Teilnahmebescheinigung. Diese muss wiederum der Behörde rechtzeitig vor Ablauf der Frist (also am besten unverzüglich) vorgelegt werden, damit sichergestellt ist, dass man den Führerschein behalten darf.

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Maßnahmen während der Probezeit

Eine eigenständige Regelung für verkehrserzieherische Maßnahmen in der zweijährigen Probezeit soll zusätzlich die spezialpräventive Wirkung von Eintragungen im Fahreignungsregister ( FAER ) verstärken. Eine Entziehung erfolgt für Fahranfänger gegebenenfalls deutlich früher im Vergleich zum normalen Fahreignungs-Bewertungssystem. Bei Auffälligkeiten wird die zweijährige Probezeit auf maximal 4 Jahre verlängert.

Unter dem Aspekt der Unfallverhütung wird bei Fahranfängern auf Probe neben dem Fahreignungs-Bewertungssystem eine weitere Bewertung der Eintragung im FAER vorgenommen:

  • bei schwerwiegenden A-Delikten , zum Beispiel:

    • Geschwindigkeitsüberschreitung
    • Fahren unter Drogeneinfluss
    • Missachten der Vorfahrtsregeln
  • bei weniger schwerwiegenden B-Delikten , zum Beispiel:

    • technische Fahrzeugmängel
    • telefonieren mit dem Mobiltelefon ohne Freisprecheinrichtung

Das Kraftfahrt-Bundesamt ( KBA ) benachrichtigt unabhängig vom Punktestand die Fahrerlaubnisbehörde beim ersten A- oder nach dem zweiten B-Delikt. Die zuständige Fahrerlaubnisbehörde leitet die entsprechenden Maßnahmen zur Fahrerlaubnis ein.

Seit dem 1. Januar 1999 gelten hierfür drei Sanktionsstufen:

Sanktionsstufe Verkehrszuwiderhandlung Maßnahmen der Fahrerlaubnisbehörde
1. Stufe

Ein A-Delikt

oder

zwei B-Delikte

Die Teilnahme an einem Aufbauseminar wird angeordnet

und

die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre.

2. Stufe

Ein weiteres A-Delikt

oder

zwei weitere B-Delikte

Verwarnung

und

die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung wird empfohlen.

3. Stufe

Ein weiteres A-Delikt

oder

zwei weitere B-Delikte

Die Fahrerlaubnis wird entzogen.

Bei Fahranfängern erfolgt die Tilgung einer Ordnungswidrigkeit aus dem Fahreigungsregister nicht vor Ablauf der Probezeit.

 


 

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